Produkt
Die Belegakte: die zweite Unterschrift für Portfolio-Entscheidungen.
Nicht die bessere Prüfung — der drittprüfbare Nachweis, welche Zahlen einer Entscheidung zugrunde lagen, und dass diese Aufzeichnung seither unverändert ist.
Das Problem
Unverfälscht ist nicht dasselbe wie befragbar.
Ein Forum — Aufsicht, Gericht, Stiftungsprüfer, Beirat — kann eine Aufzeichnung nur prüfen, wenn sie auch befragbar ist. Zeitstempeldienste sichern Unveränderlichkeit, Datenanbieter liefern historische Kennzahlen. Beides einzeln macht eine Aufzeichnung nicht befragbar.
»Ein Forum mit einem unverfälschten, aber unbefragbaren Nachweis kann trotzdem nicht urteilen.«
Zeitstempeldienste
Sichern die Datei, nicht den Inhalt.
Ein Zeitstempel belegt, dass ein Dokument seit einem Zeitpunkt unverändert ist. Woher die Zahlen darin stammen und ob sie je gegen die Quelle geprüft wurden, sagt er nicht.
Datenanbieter
Liefern Zahlen, nicht deren Herkunft.
Historische Kennzahlen kommen aus gepflegten Beständen. Ob ein Wert seither still korrigiert wurde und welches Originaldokument ihm zugrunde lag, lässt sich Jahre später nicht mehr rekonstruieren.
Wer im Streitfall nachweisen muss, worauf eine Entscheidung beruhte, hat am Ende zwei halbe Nachweise — und keinen, der befragt werden kann.
Die Lösung
Eine versiegelte Aufzeichnung, die Rede und Antwort steht.
Die Belegakte ist eine versiegelte, extern verankerte Aufzeichnung — unveränderlich seit ihrer Erstellung —, deren Zahlen auf öffentliche Originaldokumente zurückgeführt sind, nicht auf Vendor-Bestände. Sie beantwortet beide Fragen eines Forums: Woher kommt diese Zahl, und ist die Aufzeichnung dieselbe wie damals?
Jede Belegakte enthält
- Ausgangslage zum Stichtag — Welche Position, welches Universum, welche Fragestellung — festgehalten zum Zeitpunkt der Entscheidung, nicht rekonstruiert danach.
- Öffentlich belegter Wert je Kennzahl — Jede Zahl mit Fundstelle im Originaldokument — Geschäfts- und Quartalsberichte, Einreichungen bei Aufsichtsbehörden. Nicht aus Vendor-Beständen.
- Ergebnis der unabhängigen Gegenprobe — Jede Kennzahl wird ein zweites Mal, unabhängig, aus der Quelle gezogen. »Nicht prüfbar« ist dabei ein eigenständiges Ergebnis — nie eine stille Null.
- Siegel — Die fertige Aufzeichnung wird versiegelt. Ab diesem Moment ist sie abgeschlossen und jede Änderung sichtbar.
- Hash-Kette — Jeder Bestandteil trägt seine Prüfsumme, jede Prüfsumme hängt an der vorigen — die Aufzeichnung lässt sich nicht in Teilen austauschen.
- Externer Anker — Der Kettenabschluss wird außerhalb unserer Systeme verankert. Die Unveränderlichkeit ist damit nicht von unserem Wort abhängig.
»Nicht prüfbar« bleibt als Ergebnis stehen. Eine Kennzahl, die sich aus öffentlichen Quellen nicht belegen lässt, wird als solche ausgewiesen — statt als Null in eine Rechnung einzugehen, die dadurch vollständig aussieht.
Für wen
Wenn Sorgfalt nachgewiesen werden muss, nicht nur ausgeübt.
Die Belegakte richtet sich an Häuser, die ihre Anlageentscheidungen gegenüber einem Dritten vertreten müssen — regelmäßig lange nach dem Stichtag, wenn Marktlage und Datenstand von damals nur noch als Aufzeichnung existieren.
Haftungsdächer & Wertpapierfirmen
Wer Beratung und Vermittlung unter eigener oder fremder Konzession erbringt, muss im Nachhinein belegen können, worauf eine Empfehlung gestützt war — nicht nur, dass ein Prozess existiert hat. § 60 WAG 2018 verpflichtet Wertpapierfirmen zur periodischen Berichterstattung an den Kunden über die Portfolioverwaltung sowie zur Geeignetheitserklärung bei Anlageberatung — wiederkehrende Nachweispflichten, deren zugrundeliegende Zahlen heute unvalidiert bleiben.
Versicherer, Pensionskassen & AIFM
Die Sorgfaltspflicht bemisst sich daran, ob eine Anlageentscheidung sachgerecht vorbereitet war. Prüfbar wird das erst, wenn die zugrunde liegenden Zahlen samt Herkunft erhalten geblieben sind.
Vermögensverwalter & Private Banking
Gegenüber Beirat, Kunde und Revision zählt nicht, ob eine Entscheidung im Rückblick richtig war, sondern ob sie auf belegbarer Grundlage getroffen wurde. Genau das dokumentiert die Belegakte.
Quant- & Algo-Häuser
Wo Entscheidungen aus Modellen kommen, verlagert sich die Nachweisfrage auf die Eingangsdaten: Welche Werte lagen dem Lauf zugrunde, und stammen sie aus derselben Aufzeichnung wie damals?
Wo wir stehen
Offen gesagt, wie weit wir sind.
Die Belegakte ist in Entwicklung, und wir sagen das lieber selbst als es beschönigen zu lassen. Drei Gates entscheiden, wann aus dem Verfahren ein Produkt wird — jedes erst erreichbar, wenn das vorige steht. Der folgende Stand wird laufend nachgeführt.
Projektstand wird geladen …
Nächster Schritt
Ein Gespräch, dann ein Musterexemplar.
Der erste Schritt ist ein vertrauliches Gespräch — 30 Minuten, ohne Unterlagen, ohne Verpflichtung. Sie schildern, wem gegenüber Sie Ihre Entscheidungen belegen müssen; wir sagen ehrlich, ob die Belegakte das leistet und ab wann.
Die Belegakte ist das Kernprodukt der Public Holdings Method. Wenn Sie als externer Prüfer eine Akte gegenprüfen oder als Anwender früh mitlesen wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt — genau daran hängt Gate A.